Korkmännchen auf einem Straßenschild

Klitzekleine Kunstwerke

Es gibt tausende von ihnen, sie stehen, sitzen oder liegen für jedermann sichtbar mitten auf der Straße. Und trotzdem werden sie von vielen gar nicht wahrgenommen. Die Rede ist von Korkmännchen! Wir finden die kleinen Figürchen so niedlich, dass wir ihnen heute einen eigenen Blogbeitrag widmen wollen. Schließlich begegnet man den kleinen Kerlen auch auf manch einer lialo Tour.

Die Idee zu den sympathischen Kork-Kreationen hatte der in Berlin lebende Yoga-Lehrer Josef Foos. Seine Inspiration wiederum war das Projekt „Little People“ des britischen Street Art Künstlers Slinkachu. Im August 2009 hatte Josef Foos davon im Berliner Tagesspiegel gelesen. Er beschloss seine eigenen Figuren aus einfachen Materialien herzustellen: Zwei Korken, einen für den Körper und einen zweiten, um den Kopf, die Füße und die Hände zu basteln sowie einen Schaschlik-Spieß für die Gliedmaßen dazwischen. Weil die Männchen nicht alle gleichaussehen sollten, entschied er sich, ihnen verschiedene Yoga-Positionen zu geben. Man kennt sie deswegen auch unter dem Namen „Street Yogis“.

Und weil in Berlin aber so ziemlich alles mitgenommen wird, was irgendwo auf der Straße steht, entschloss er sich, seine Figuren oben auf Straßenschildern zu platzieren. Zunächst zog er nachts mit dem Fahrrad los, um Plätze für neue Korkmännchen zu finden. Später traute er sich das auch tagsüber. Nach rund vier Jahre hatte er mehr als 1.100 Figürchen überall im Berliner Stadtgebiet „ausgesetzt“ und hörte auf sie weiter zu zählen. Wie viele es heute sind, kann keiner genau sagen. Mittlerweile gibt es die Korkmännchen auch außerhalb von Berlin, denn die Idee fand schnell Nachahmer, beispielsweise in Münster oder Halle an der Saale.

Habt Ihr die Korkmännchen schon mal gesehen? Wenn nicht, achtet bei eurem nächsten Spaziergang durch Berlin einfach mal drauf! Wenn man einmal einen Blick für sie entwickelt hat, fallen sie an einem an ganz vielen Plätzen ins Auge. Bspw. auch auf diesen lialo Touren: Rote Insel mit Oasen der Ruhe und Vom Alex zum Brandenburger Tor.

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